Ach, Du kriegst die Tür nicht zu…

Wer kennt das als Rollifahrender nicht das Problem: man fährt in einen Raum und will die Tür hinter sich zumachen., Aber irgendwie reicht der Arm nicht bis an die Türklinke. Gerade in engen Räumen wird’s dann schwierig zu drehen, um von vorne an die Tür zu kommen und die Tür dann zu zuziehen.

Es gibt mittlerweile interessante Alternativen für Türen, die zu einem Drittel einknicken, oder mit Schiebetüren. Aber das sind seltene Ausnahmen. In der Regel hat man ganz normale Türen. Wenn sie dann noch besonders bereit sind, ist der Abstand zur Türklinke noch weiter.

Bei meinen ersten Reha-Aufenthalten hatte ich gesehen, dass an den Türklinken Mullbinden hingen, an denen man die Tür zu ziehen konnte. Diese verhedderten sich aber leicht in der Tür und sahen nach wenigen Tagen sehr unattraktiv aus.

Mittlerweile gibt es eine sehr hilfreiche Alternative. Ein Band mit einem vorgefertigten Knoten und unten ein kleiner Igelball. Man braucht den Knoten nur über die Türklinke zu stülpen, setzt davor ein Gummiband, damit das Band nicht abrutschen kann und lässt den Ball nach unten an der Tür hängen. Durch das Gewicht des kleinen Igelballs hängt des Band nach unten und wird in der Regel beim Schließen der Tür nicht eingeklemmt.

Für mich ist das eine super große Erleichterung. Ich fahre mit dem E-Rollstuhl durch die Tür, greife das Band, fahre weiter und ziehe hinter mir die Tür zu. Ich muss nicht groß rangieren, sondern es ist ein organischer Ablauf. Habe mich sehr gefreut, als ich endlich entdeckt habe, dass man die Teile nicht selber basteln muss, sondern bestellen kann.

Für mich erleichtert es den Alltag ungemein.

Christian Züchner

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