Zum Samstag, den 9. Mai 2026 hatte die Leitung der DGM-Gruppe Hannover zu einer Besichtigung des hannoverschen Flughafens eingeladen. Es war bereits der zweite Anlauf – bereits im Juni 2014 hatten wir schon einmal das Vergnügen, wobei damals die Hälfte der Teilnehmer/innen in einem Lastenfahrstuhl für 1,5 Stunden feststeckten. Aufgrund dieses Zwischenfalls hatte die Flughafenleitung uns damals eine zeitnahe neue kostenlose Führung angeboten. Wir hatten das jedoch nicht sobald in Anspruch genommen, so dass die „Gratisführung“ ausblieb. Auf meine neuerliche Anfrage wurde uns als Ausgleich eine Ermäßigung zum „Kindertarif“ gewährt.
Wir trafen uns also mit 23 Personen am Flughafenmodell im Terminal C, wo wir zunächst durch den Guide einen Überblick anhand des Modells vermittelt bekamen. Das Areal des Flughafens ist so undenkbar groß, dass man die Zusammenhänge nur so begreifen kann.
Anschließend mussten wir den Sicherheits-Check über uns ergehen lassen, um dann ins „Innerste“ des Airports zu gelangen. Wir wurden genauso behandelt wie jeder Fluggast, der gerade eine Reise antreten will. Das war ziemlich langatmig und anstrengend.
Ein spezieller Bus stand für uns bereit, der uns alle komplett aufnehmen konnte – inklusive 6 Elektro-Rollstühle und 2 Rollatoren. Auf ging`s auf das riesige Gelände, vorbei an Maschinen, die gerade abgefertigt, entladen/beladen, gereinigt und versorgt wurden, u.a. mit Wasser, Essen, Kerosin usw.
Weiter ging`s zu den Start- und Landebahnen (die längste misst 3800 m), vorbei am neuen und alten Tower, an der Feuerwehr, Hubschrauber-Polizei- und Rettungsstation, am Tanklager, an riesigen Wartungshallen (auch eine für den Jumbo-Jet), einer uralten Transall, einer neuen A 400M und vieles mehr.
Es war schon sehr beeindruckend und interessant – so war abschließend die Meinung aller Teilnehmenden. Zum Schluss trafen wir uns noch bei wunderschönem Sonnenschein auf der Aussichtsterrasse in der 6. Etage des Flughafengebäudes, wo die Ereignisse diskutiert wurden. Es ergab sich aber auch genug Gelegenheit, Probleme und Fragen in eigener Sache zu erörtern – hauptsächlich über das Thema: Flugreise mit Behinderung und Rollstuhl.
Ich glaube, dass alle Beteiligten dieses außergewöhnliche Gruppentreffen wohl nachhaltig in Erinnerung behalten werden.
Lothar Bösche








